Ab dem Schuljahr 2016/2017 gibt es an unserer Schule in den Jahrgangsstufen 1 und 2 eine flexible Eingangsstufe. In vier "gemischten" Klassen werden Erst- und Zweitklässler gemeinsam unterrichtet. Es besteht weiterhin die Möglichkeit die Ganztags- oder Halbtagsklasse zu wählen.

 

1. Überblick

 

2. Was kennzeichnet die Flex?

  • Jahrgangsgemischte Klassen

  • Anknüpfung an vorschulische Bildung und Erziehung

  • Erhebung der individuellen Lernausgangslage

  • Individualisierende Lernangebote

  • verschiedene Formen der Leistungserhebung

  • Flexible Verweildauer

  • Erziehungspartnerschaft und Gestaltung der Übergänge

  • Entwicklung von Selbstständigkeit, Selbstorganisation und Verantwortlichkeit

  • Entwicklung von sozialer und emotionaler Kompetenz

 

3. Die Rolle der Lehrkraft

Der Lehrer/die Lehrerin

  • fungiert als Lernbegleiter

  • bereitet die Lernumgebung vor

  • ist neben den Mitschülern eine wichtige Anlaufstelle bei Fragen und Problemen

  • fördert bei Bedarf einzelne Schüler oder Schülergruppen

  • beobachtet und dokumentiert das Lern- und Sozialverhalten der Schüler

  • stellt angemessene Ansprüche bei der Lern- und Leistungsmessung

 

4. Die Rolle der Eltern

Die Eltern

  • trennen sich von der bekannten Vorstellung von Schule und Unterricht

  • wissen um die Unterschiedlichkeit der Klasse

  • Erwarten nicht für alle das „Gleiche“

  • Vergleichen das eigene Kind nicht mit anderen

  • begleiten und regen individuelles Lernen des Kindes an

  • setzen Vertrauen in das Können der Lehrkraft

  • kooperieren mit der Lehrkraft

  • vertrauen in die Organisation der Schulleitung

 

5. Zehn gute Gründe für die Flex

 

1. Lerngruppen sind heterogen. In der Jahrgangsmischung wird die Heterogenität der Kinder als Bereicherung angenommen.

2. Die neuen Kinder werden von den Großen von Anfang an an die Hand genommen und  lernen Regeln des Zusammenlebens und verschiedene Aufgabenformaten viel leichter und schneller. So   entsteht  wesentlich weniger Schulanfangsstress.

3. Mit Beginn eines jeden Schuljahres ändert das Kind seine Stellung innerhalb der Lerngruppe. Es erlebt sich abwechselnd als jüngeres oder älteres Mitglied der Lerngruppe.

4. Die Älteren (und nicht nur die Guten) erhalten Gelegenheit, erst vor kurzem Gelerntes zu wiederholen, in eigenen Worten wiederzugeben und zu vertiefen. è Lernen durch Lehren

5. Die Kinder können entweder in einem, zwei oder drei Jahren die Eingangsstufe durchlaufen.

6. Jedes Kind, auch ein leistungsstarkes, erlebt, dass ein anderes (z. B. älteres) Kind mehr kann. Aber auch jedes langsam lernende Kind kann sich als Helfer erleben.

7. Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler können bereits die Unterrichtsziele der höheren Klasse anstreben.

8. Die Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung für ihr Lernen.

9. Lehrerinnen und Lehrer beobachten und begleiten bewusst die Entwicklungsschritte einzelner Kinder und folgen ihnen. Sie gewähren den Kindern individuelle Zeit, warten ab.

10. Lehrerinnen und Lehrer in jahrgangsgemischten Lerngruppen planen und reflektieren im Team.

 

 

Hier soll jedes Kind die Zeit bekommen,

die es braucht“

28 weitere Grundschulen erhalten zum Schuljahr 2016/2017 das Schulprofil

„Flexible Grundschule“ – Ministerialdirektor Herbert Püls verleiht Urkunden

MÜNCHEN. An insgesamt 216 bayerischen Grundschulen können Kinder ab

September 2016 die ersten beiden Jahrgangsstufen in einem, in zwei oder in drei

Jahren durchlaufen. Zusätzlich zu den bereits bestehenden 188 Profilschulen

werden zum kommenden Schuljahr 2016/17 weitere 28 zu Flexiblen

Grundschulen. „Die bayerische Grundschule wird mit einer flexibel organisierten

Eingangsstufe jedem einzelnen Kind noch besser gerecht. Hier soll jedes Kind

genau die Zeit bekommen, die es braucht, um sich die elementaren

Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen anzueignen. Das bietet ein

solides Fundament für den weiteren schulischen Weg“, so Ministerialdirektor

Herbert Püls heute bei der feierlichen Urkundenverleihung in München.

Die Lehrkräfte der neuen Profilschulen werden in Fortbildungen auf die Arbeit in

den jahrgangsgemischten Klassen der Flexiblen Grundschule intensiv vorbereitet.

Erfahrene Lehrkräfte begleiten die Umsetzung des Konzepts.